Schlagwort-Archive: Comic

Rezension: Lebe Dein Leben (Revival #2)

Vorwort

Em flickt sich selbst zusammen...
Em flickt sich selbst zusammen…

Dir fallen die Haare aus? Kein Problem. Du hast Dir in den Finger geschnitten? Kein Problem. Du hast einen Arm verloren? Auch kein Problem. Denn wenn Du ein Zombie bist, ist nichts besonders problematisch. Jedenfalls nicht für Dich.

Ganz und gar umgekehrt ist es, wenn Du ein Zombie á la Revival bist. Denn obwohl Dir Arme, die Dir abhanden kommen, einfach wieder nachwachsen, sich Fingerwunden sofort wieder schließen und man sich über Haarausfall keine Gedanken machen braucht, hast Du Probleme.

Aber vor Allem: Alle haben ein Problem mit Dir.

(Hier geht’s zur Rezension des ersten Teils!)

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Rezension: Ms Marvel, Band 2

Vorwort

Ein glückliches Paar?
Ein glückliches Paar?

Ms Marvel ist witzig. Das nimmt ihr keiner. Das junge Mädchen aus New Jersey kämpft sich schlagfertig ihren Weg durch eine Teenager-gerechte Feindeswelt. Und das im doppelten Sinne – denn Ms Marvel ist nicht nur schnell mit einem Spruch sondern auch mit ihren Fertigkeiten bei der Hand.

Ich habe auch den zweiten Band gerne gelesen, wenn auch mit den gleichen Wermutstropfen wie beim letzten Mal…

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Rezension: Ms Marvel, Band 1

Vorwort

Jung und witzig: Die "neue" Ms Marvel
Jung und witzig: Die „neue“ Ms Marvel

Sie ist 16. Sie ist Muslima. Und sie entspricht so wenig dem gängigen Schema, dass sie schon wieder dem Schema entspricht: Ms. Marvel, eine der neuesten Figuren aus dem gleichnamigen Comic-Verlag.

Die jüngste Welle politischer Korrektheit, die über die Helden des Marvel-Universums hereingebrochen kam, ersetzte Thor durch eine Frau, Spiderman zumindest teilweise durch einen Latino, Cpt. Amerika durch einen Afroamerikaner und wird (zumindest verdichten sich zum Zeitpunkt der Rezension die Hinweise auf diese Entwicklung) auch Wolverine mit einer weiblichen Nachfolgerin beehren.

Freilich kann man über jede einzelne Entwicklung diskutieren – und diskutiert wurde eine Menge! – doch kann man eines festhalten: Besonders kreativ waren diese Veränderungen nicht. Sie waren einfach nur die Folge eines falsch verstandenen Diversitätsausbruchs (anders kann man das auf Grund des Umfangs kaum noch nennen), der sich selbstverständlich nur in der Welt gezeichneter Comic-Helden auswirkte; das wesentlich lukrativere Marvel Cinematic Universe (MCU) wurde davon „verschont“. Die Gründe liegen auf der Hand: das deutlich breitere Kino-Publikum würde derlei Veränderungen nicht so einfach hinnehmen. Oder zumindest wird das vermutet.

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Rezension: Unter Freunden (Revival #1)

Es kommt anders…

revival 1
„Em“ und die Sense. Der Tod lauert allen auf. Manchmal auch den Toten selbst.

Inzwischen weiß wohl jeder – und ich meine: wirklich jeder! – wie nahe wir der Zombieapokalypse sind. Wir haben also unsere Katana-Schwerter im Schrank, unsere Konservendosen poliert und unsere gepackten Rucksäcke griffbereit. Der Plan ist gut. Aber manchmal kommt es eben doch anders.

„Revival“ nimmt uns mit in eine Welt, in der die Toten wieder auferstehen. Doch anstatt wie anständige Zombies auf der Suche nach essbaren Zweibeinern durch die Gegend zu marodieren tun sie das, was man am wenigsten von ihnen erwartet: Sie erscheinen zur Arbeit. Sie besuchen Verwandte. Sie helfen auf der Farm aus.

Tim Seeley entführt uns in eine Welt, die sich von anderen Horror-Szenarien vor Allem dadurch unterscheidet, dass die Protagonisten ungewöhnlich verstört von der eigenen Existenz sind. Viele werden mit diesem Umstand schlechter fertig, als die Bewohner des kleinen, nordamerikanischen Städtchens, in dem sie wieder aufgetaucht sind.

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Watchmen (Rezension)

Watchmen (Comic)
Watchmen (Comic)

Was 1985 in diesem Comic geschrieben wurde, gehört vielleicht zum Besten, was ich je gelesen habe.

„Watchmen“ ist mehr als ein Graphic Novel. Es ist der erste Versuch, hinter das WESEN von erdachten und möglichen, realen Superhelden zu sehen. Ein Meisterwerk rund um Ethik, Psyche und dem Aufzeigen von alternativen Sichtweisen.

Denn die maskierten Abenteurer der leicht geänderten Welt aus 1985 sind alles andere als „echte Helden“. Es sind Charaktere mit Fehlern. Vielen Fehlern. Manche sind so dunkel wie die Nacht finster – und dabei gefährlicher für die Allgemeinheit als ihre Widersacher. Rohrschach – ein psychopatischer Irrer. Der Comedian – ein amoralischer Söldner. Und der einzige „echte“ Superheld, dessen Wahrnehmung von Zeit ihn daran hindert an den Geschehnissen ernstlich teilzunehmen.

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Unterwegs in anderen Gefilden

Mein Spiderman-Comic
Mein Spiderman-Comic

Als ich noch ein Kind war (Achtung: Bitte mein Alter nicht mit meinem kindlichen Gemüt verwechseln!), war er mein großer Held. Spiderman. Für mich gab es* nichts größeres, als „Spiderman and his amazing friends“ zu sehen. In dieser Sendung, die im Rahmen des „Marvel Universums“ auf irgendeinem privaten Sender am Wochenende gezeigt wurde, kämpft Spidey gemeinsam mit Firestar und Iceman gegen das Böse in der Welt. Heute wird soetwas nicht mehr gezeigt.

Jedenfalls hat mich, vor einigen Wochen, ein Kunde wieder auf das Thema gebracht. Sein Sohn interessiere sich so sehr für Comics – aber er kenne sich nicht aus. Also habe ich all mein Wissen reaktiviert und Hrn. Spiderman (respektive seine Marvel-Kollegen) empfohlen.

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