Comics, Comics, Comics – Eine Einleitung

[Meine Comic & Graphic Novel Rezensionen findet Ihr hier]

Eine Geschichte in Farbe.

Mein Spiderman-Comic
Es muss ja nicht gleich Spiderman sein…

Abgesehen von Kinderbüchern zeichnet sich das gedruckte Wort zumeist vor Allem durch eines aus: Es macht die Geschichte monochrom. Schwarz. Weiß.

In den wenigsten Fällen ist es anders (oder anders herum – schwarze Seiten, weiße Schrift sind selten…).

Anders sieht es da in der Welt der „Comics“ aus, die manchmal auch gerne als „Graphic Novels“ bezeichnet werden. Wenn Ihr schon einmal über die zweite Bezeichnung gestolpert seid und Euch fragen solltet, wo eigentlich der Unterschied liegt, dann ist die Antwort einfach: Es gibt keinen.

Und genau daran erkennt man auch schon, was den Umgang mit Comics ausmacht: Ressentiments. Wer gibt schon gerne zu, dass er sich Bilderheftchen ansieht? Dabei können Comics (oder „Graphic Novels“, wenn Ihr mit Euren Freunden sprecht… 😉 ) soviel mehr als nur das. Sie sind ein zu Unrecht verkanntes Medium.

Ein Beispiel gefällig?

Wenn ich jetzt schreibe, dass ich – während ich in meiner Mission zur Ehrenrettung des Comics – vor meinem Computer Grimassen ziehe, dann werden in Eurem Kopf Bilder entstehen. Im Augenblick, zum Beispiel, strecke ich die Zunge heraus und rolle mit den Augen.

Na? Habt Ihr mich gesehen? Ausgezeichnet. Doch was, wenn es darum geht meine Reaktion auf eine e-Mail zu beschreiben? Ich könnte in einigen Worten den Gesichtsausdruck umreißen, den ich beim Lesen mache. Ihr werdet dabei immer meine Perspektive kennen lernen – oder im Besten Fall die Perspektive des „olympischen Erzählers“, der einfach alles weiß.

Beim Comic ist das anders. Da seht ihr zuerst das Bild und könnt Euch selbst einen Reim auf die Zeichnung machen. Sieht der Leser traurig aus oder nicht? Ist es Schadenfreude oder nicht?

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Ich sage ja nicht im Geringsten, dass es besser ist. Ich sage es ist etwas anderes. Eine andere Kunstform, ein anderes Medium, eine andere Welt. Und genau deshalb zahlt es sich aus, von Zeit zu Zeit eines dieser Heftchen (oder einen meist höherwertigen Sammelband) zur Hand zu nehmen.

Ihr werdet feststellen, dass jeder Comic-Zeichner einen unverkennbaren, eigenen Stil hat. Ihr werdet vermutlich bald herausfinden, dass die Figuren oft mehr Tiefgang haben, als man ihnen gemeinhin zutraut.

Also los! Auf in den Comic-Laden! Und wer sich da noch nicht so recht hinein wagt, dem sei gesagt, dass auch Euer Buchhändler den einen oder anderen Comic beschaffen kann.

Was lesen?

Ihr seid Euch unsicher, mit welcher Serie Ihr starten wollt? Lest einen der vielen Blogs da draußen! Und darüber hinaus könnt Ihr gerne meine Comic-Rezensionen und -Präsentationen lesen, die in der nächsten Zeit wieder häufiger auftauchen werden.

Viel Spaß!

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