Archiv der Kategorie: Sonstiges

Der Grill-Teller unter meinen Buch-Kategorien. :D

Keine Macht den Doofen

Keine Macht den Doofen

Ja, das kleine Büchlein hat’s in sich. Anders als ‚Empört Euch‘ von Stephan Hessel konkretisiert Schmidt-Salomon, in gewohnter Manier, seine Vorstellungen davon, wie die Welt zu verändern sei.

Wo man andernorts nur liest, dass man sich mehr engagieren soll (aber die Richtung dabei nicht nur nicht vorGIBT sondern auch nicht vorSCHLÄGT) lässt der gewohnt herausfordernde Ton des Autoren keinen Zweifel daran, was er von zuviel Schaumschlägerei hält. Es geht ihm nicht nur darum dem Menschen zu erklären, warum Dummheit je salonfähig werden konnte, wie das dzt. an allen Ecken und Enden unserer Gesellschaft spürbar geworden ist. Es geht ihm um mehr.

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Die Essensvernichter

Die Essensvernichter

Die folgende Rezension habe ich vor einiger Zeit geschrieben. Meine Meinung zu diesem Buch hat sich, im Wesentlichen, nicht geändert. Dennoch möchte ich der Lektüre etwas vorausschicken.

Inzwischen haben es einige meiner Bekannten gelesen, und es gab ein paar anregende Diskussionen zu diesem Thema. So bewundern viele die Methoden, die in diesem Buch gepriesen werden (etwa das ‚Mülltauchen‘), andere hingegen finden das (nach wie vor) abstoßend. In einem Punkt scheint es allerdings keinerlei zweifel zu geben: Es muss endlich etwas getan werden, damit dieser Wahnsinn ein Ende hat.

Und man muss, bei allem Ekel der aufkommt, auch eines bekennen: Das Buch zeigt Wirkung. Mein Fleischkonsum hat sich drastisch reduziert. Und ich überlege zweimal, bevor ich etwas kaufe, was zB. für die Jahreszeit absolut unpassend ist.

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Das Gottesspiel

Das Gottesspiel

Auf dem Buchrücken steht ‚Der gefeierte Skandalroman aus Südkorea‘. Nun … was genau daran skandalös gefunden werden kann erschließt sich mir nicht unbedingt.

Wie überhaupt einiges in diesem Buch.

Im Grunde ist die Story sogar noch schneller erzählt, als das der Autor ohnehin tut: Es handelt sich beim ‚verdeckten‘ Protagonisten um einen Mann mit Götterkomplex, der junge Menschen zum Selbstmord überredet um sich an ihrem Nachlass zu bereichern.

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Kriminalgeschichte des Christentums (‚Die Frühzeit‘)

Kriminalgeschichte des Christentums

Eines voraus: Karlheinz Deschner ist der bedeutenste Zweifler an der modernen (Kirchen-) Geschichte, den wir in unseren Breiten kennen. Als er zu ‚Und abermals krähte der Hahn‘ recherchierte war ihm noch nicht klar, dass der auf das Buch folgende Verriss, nicht zuletzt auf Grund der Tatsache erfolgt, dass der Verleger des Werkes kalte Füße bekommen hatte, ihn dazu anstachelte ein wenig detailreicher zu begründen WAS das Christentum in seinen Augen derart widerwärtig machte.

Man genehmigte ihm ein schmales Bändchen, das er liebevoll mit dem Titel ‚Kriminalgeschichte des Christentums‘ hätte überzeichnen sollen. Doch mit der Zeit schwoll allein der Berg an Belegen so weit an, dass schnell klar wurde: Von schmal konnte gar keine Rede sein.

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42

42

Die Idee ist grandios. Mit einem Mal bleibt die Zeit stehen. Wasserfontänen, die mitten im Fallen stehenbleiben. Menschen, die in einem endlos lang gedehnten Augenblick verharren als gäbe es kein Morgen – und 70 „Chronifizierte“ Menschen, die sich der Frage widmen, ob nicht genau das der Fall ist: Ob es tatsächlich keinen darauffolgenden Tag geben würde.

Fünf Jahre lang die gleiche Sekunde. 12:47:42.

Zumindest auf den Millionen Uhren der ‚Anderen‘, der Wehrlosen, ewigen Schläfer. Unseren Uhren.

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Die Brandungswelle

Die Brandungswelle

Eigentlich ist das Buch gar nicht mein Geschmack.

Die Story schleppt sich stellenweise dahin, die Charaktere handeln unlogisch und scheinen von ihren (unergründlichen) Gefühlen geleitet zu werden und insgesamt liest es sich wie ein typisch französischer „Kunstfilm“.

Ein Kunstfilm von der Sorte ‚Arthaus‘, wie ihn Spartensender zeigen, die man nie wirklich ganz versteht – aber sich doch unheimlich gut vorkommt, wenn man bei einer Diskussion über sie zumindest mitsprechen kann. Nein, ich bin kein Feind solcher Filme – ich mag sie auch. Sie verbreiten Flair, sind charmant und zwingen einen zumindest dazu sich zu überlegen was einem an der Inszenierung nicht gefallen hat.

Kurz: Sie haben ihren Reiz.

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