Archiv der Kategorie: Bücher

Ich bin Buchhändler. Was also sonst?

Rezension: Stolz und Vorurteil und Zombies

Disclaimer

stolzundvorurteilundzombies.jpg
Nicht unbedingt mein Fall, auch wenn Zombies darin vorkommen…

Nein, dieses Buch ist nicht unbedingt neu. Allerdings kommt demnächst seine Verfilmung über uns – und deshalb dachte ich mir, ich lese es doch noch. Und sei’s auch nur, um zu entscheiden ob ich sie mir ansehen werde. ‚Stolz und Vorurteil und Zombies‘ also. Ein Blick ins Buch.

Ich bin kein Fan von Jane Austen. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich damit nicht alleine bin. Das nur vorweg – damit nachher niemand sagt, dass ich doch das Original lesen sollte, wenn ich mit dieser Variante des Themas nicht zufrieden bin. 😀

Und das bin ich nicht.

Das hat mehrere Gründe. Der wichtigste ist aber vielleicht, dass ich schon mit Jane Austens ‚Stolz und Vorurteil‘ nicht viel anfangen konnte. Auch, wenn die literaturgeschichtliche Bedeutung (vor Allem in einschlägigen Kreisen) nicht bezweifelt werden darf, fand ich das Buch in erster Linie langweilig. Sorry. Mit Zombies wird’s aber auch nicht besser…

Rezension: Stolz und Vorurteil und Zombies weiterlesen

Rezension: Geliebter Roboter

Kurze Geschichten –  nicht nur für SciFi-Fans

geliebterroboter
Im einheitlichen Design der Asimov-Kurzgeschichten-Bände bei Heyne sieht das ganze auch noch gut aus.

Er gilt als Großmeister der Science-Fiction: Isaac Asimov. Obwohl er ein großer Bewunderer der Wissenschaften war, und von den Technologien seiner Zeit unglaublich viel verstand, haben einige seiner Geschichten etwas ungewollt Dystopisches an sich. In diesem Band sind einige seiner interessantesten Kurzgeschichten versammelt.

Isaac Asimovs Liebe zu Robotern ist gemeinhin bekannt. Sie ist der Ausgangspunkt für einige seiner faszinierendsten Romane und Kurzgeschichten. Besonders hat es ihm dabei die Logik angetan, die zwangsläufig Grundlage für alle Entscheidungen sein muss, die ein Roboter trifft. Seine Ideen für den Bau der Roboter sind dabei ausgesprochen fortschrittlich – man darf nicht vergessen, dass diese zu seiner Zeit noch nicht einmal weit genug ausgereift waren um die einfachsten Fließband-Arbeiten zu übernehmen.

Als Erfinder des ‚Positronischen Gehirns‘ löste er die meisten technischen Schwierigkeiten wissenschaftlich genug um auch für heutige Verhältnisse noch spannend zu bleiben. Ich habe an anderer Stelle schon einmal darauf hingewiesen, dass selbst Jahrzehnte später einige seiner Ideen aufgegriffen wurden (etwa in der ebenfalls ausgesprochen einflussreichen Fernsehserie ‚Star Trek: The Next Generation‘). Und doch ist es manchmal geradezu komisch, wie er sich die Zukunft ausmalt.

Trotzdem ist ‚Geliebter Roboter‘ eine Kurzgeschichtensammlung, die sich von vielen anderen des Autors unterscheidet. Vor allem, weil sie sich nicht ausschließlich um Roboter dreht – obwohl der Titel das vermuten lässt.

Rezension: Geliebter Roboter weiterlesen

Rezension: Unter Toten 1

Ein gewagtes Unternehmen…

Unter Toten 1 von DJ Molles
Das Cover ist Programm.

Amerikaner haben für (oder gegen) alles einen Plan. Ehrlich. Auch für den Fall, dass die Zivilisation, so wie sie sich selbst gerne sähe, zusammenbricht. Sobald die US-Regierung, das Militär und die zivilen Behörden Gefahr laufen die Kontrolle zu verlieren, tritt eine ganz besondere Einheit (verborgen) in Aktion.

Eigentlich ist es ja das Gegenteil einer ‚Einheit‘, denn dieser Haufen Soldaten ist über das ganze Land verstreut. In jedem Bundesstaat sitzt ein einzelnes Mitglied dieses Teams und wartet. Denn wann auch immer große Gefahr droht werden diese Soldaten in Bunker geschickt, wo sie eine ganze Weile auf ihren Einsatz warten. Es gibt zwei mögliche Ausgänge dieser Aktion: Entweder es gibt Entwarnung, dann dürfen sie wieder an die Oberfläche und weiter harmlose Hausbesitzer in unscheinbaren Wohngegenden spielen. Oder aber, der Ernstfall tritt ein.

Meist handelt es sich bei ihren Bunker-Besuchen nur um kurzfristige Aufenthalte, und sie werden wieder an die frische Luft gelassen. Diesmal jedoch nicht.

Rezension: Unter Toten 1 weiterlesen

Rezension: Die vielen Leben des Harry August

Round and round it goes

dievielenlebendesharryaugust
Das ausgesprochen gelungene Cover: Ewiger Kreis, und so…

Zeitreisen sind, in der Science Fiction, ein alter Hut. Oder ein neuer Hut. Je nachdem, ob man sich am Anfang oder am Ende einer Zeitschleife befindet und in welche Richtung man darauf unterwegs ist. Oder so. In ‚Die vielen Leben des Harry August‘ ist der Protagonist nur in eine Richtung unterwegs – und innerhalb seines eigenen Lebens. Das dafür mehrfach, ohne Zeitmaschine und sensationell gut geschrieben.

Es gibt viele Bücher, in denen sich alles um Zeitreisen dreht. Dass Zeitreisen selbst – zumindest unserem heutigen Verständnis von Raum und Zeit nach – nahezu unmöglich sind, ist für SciFi-Autoren bekanntlich kein Hindernis, sondern allenfalls ein Grund mehr sich eine Lösung zu überlegen die glaubhaft ist. Manchmal gehen sie aber auch einen ganz anderen Weg. Eine Abkürzung, sozusagen.

Indem sie diesen Aspekt einfach völlig unerklärt lassen nehmen sie einen großen Brocken potenzieller Erklärungsnot aus dem Rennen und überlassen das ‚wie‘ dem Leser und seiner Fantasie. Das funktioniert natürlich nicht immer.

In ‚Die vielen Leben des Harry August‘ funktioniert das. Und wie.

Rezension: Die vielen Leben des Harry August weiterlesen

Rezension: Eine kurze Geschichte der Zeit

Long Story short

einekurzegeschichtederzeit
Das Universum ist verdammt groß. Warum eigentlich?

Die ‚kurze Geschichte der Zeit‘ ist eigentlich ein Klassiker der einschlägigen Literatur. Und Stephen Hawking jemand, der sich schon zu Lebzeiten einen Platz unter den größten Wissenschaftern unserer Zeit verdient hat. Dieses Buch gehört gelesen.

Dieses Buch ist so vollgestopft mit Informationen, dass man zeitweilig den Eindruck erhält, Stephen Hawking hätte einen Weg gefunden die Zeit zu komprimieren, die man zum Schreiben braucht.

Ich werde mich mit dieser Rezension deshalb besonders kurz fassen – schließlich tut Stephen Hawking das auch. 🙂

Rezension: Eine kurze Geschichte der Zeit weiterlesen

Das Taschenbuchjahr #1

20160117_212036.jpg

Ich habe diesen Monat ja schon ein oder zwei Bücher gelesen. Ok. 14. Wollte nur ‚mal angeben. 😀

Jedenfalls habe ich mich, wie Ihr vielleicht noch wisst, der Aktion ‚Das Jahr des Taschenbuchs‘ angeschlossen – und will deshalb hier mein erstes Beweisfoto posten.

Header_Jahr_des_Taschenbuchs
Mehr Information zum Jahr des Taschenbuchs gibt es hier.

Ich hab‘ dieses Buch (‚Geliebter Roboter‘) gekauft, weil ich ein großer Isaac Asimov – Fan bin. Der Mann hat so weit in die Zukunft geblickt wie sonst vielleicht allenfalls Stephen Hawking.

Das Format selbst passt auch wundervoll zu seinem Werk, denn das Taschenbuch und die liebe SciFi passen wirklich wunderbar zusammen (ganz anders als Fantasy-Bücher von J R R Tolkien). Das Design gefällt mir übrigens auch deshalb, weil es nahezu einheitlich ist, wenn es um die letzten (Neu-) Veröffentlichungen geht.

Einzig die Tatsache, dass es eine glatte Hochglanz-Oberfläche hat trübt ein wenig meine Begeisterung. Das liegt aber definitiv an meinen persönlichen Präferenzen und lässt sich eigentlich nicht weiter rechtfertigen. 🙂

Und Ihr? Habt Ihr auch schon angefangen Taschenbücher zu kaufen? Bevorzugt oder meidet Ihr dabei ein bestimmtes Design (wie ich etwa die glatte Oberfläche nicht besonders mag)? Lasst es mich wissen!