Diese 5 Fehler machen Romanfiguren unglaubwürdig…

Warum das Ganze, verdammt?

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Bei Lesen ist ein Facepalm hinderlich. Mehrfach.

Die besten Geschichten werden von ihren Figuren getragen. Selbst der spannendste Plot hilft nichts, wenn die Protagonisten so interessant wie zwölf Sorten Asche sind. Was sind aber die nervigsten Design-Fehler, die oft selbst gefeierten Autoren unterlaufen? Hier meine persönliche Top-5.

Ich will mich hier nicht als den absoluten Experten aufspielen. Das bin ich nicht. Zumindest nicht, wenn es darum geht ein Buch zu schreiben. Aber was das Lesen von Büchern angeht, kann ich durchaus mit ein wenig Erfahrung aufwarten. Letztes Jahr habe ich über 100 Bücher gelesen, einen Mix aus unglaublich willkürlich zusammengewürfelten Genres und Stilen.

Jeder Autor ist anders, sieht man einmal von Stil-Imitatoren und dergleichen ab. Letztlich ist aber wichtig, dass wir eine Geschichte nicht nur gut sondern packend finden. Wie das zustande kommt hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab – und ich will ja nicht behaupten sie alle zu kennen.

Aber was Romanfiguren anlangt, gibt es einige Fehler, die ich überhaupt nicht leiden kann. Hier möchte ich meine persönliche „Top 5“ der Charakterfehler aufstellen.

Platz 5 | Das wandelnde Klischee

Die Grenze zwischen notwendigen Eigenschaften und überbordend nervtötendem Klischee (mit „hab‘ ich schon tausend Mal gesehen“-Faktor) ist ziemlich fließend.

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Muskelbepackt wie Thor: Action-Helden. Immer.

Sie ist unabhängig. Sie ist gebildet. Sie sieht gut aus. Also … unterhalb der Patina aus ranzigem Mauerblümchen-Klischee. Er hingegen ist muskelbepackt und hart (Pun intended), unter seiner rauen Schale aber sitzt ein weicher Kern, der nur darauf wartet wie ein Schatz gehoben zu werden.

Figuren, die all zu sehr nach Klischee aufgebaut werden sind mir ein Graus. Natürlich kann ein Schriftsteller das Rad nicht neu erfinden. Ein Bösewicht muss eben Böse sein – sonst ist der ganze Thriller eine Farce. Und langweilig. Neue Figuren sind das Um und Auf einer guten Erzählung.

Stephen King, einer der von mir für sein Handwerk meistgeschätzten Autoren überhaupt, zeigt immer wieder, dass die Storyline eine untergeordnete Rolle spielt, wenn die Figuren faszinierend genug sind. Seine Protagonisten verhalten sich zu jenen vieler anderer Autoren wie Maßanzüge zu Stangenware.

Wie wäre es, wenn die Schöne nicht von Anfang an ‚unnahbar‘ ist? Der Action-Held nicht muskelbepackt sondern dicklich ist? Verdammt … es muss doch irgenwas zwischen „Thor“-Darsteller Chris Hemsworth und Garfield geben.

Platz 4 | Die fehlende Charakter-Entwicklung

Wir alle Verändern uns. Die einen mehr – die anderen weniger. Aber niemand bleibt wirklich wie er ist.

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Ein Beispiel für fehlende Charakterentwicklung: Sakrileg.

Unter vielen Buchhändlern gilt Dan Brown als Beispiel für verdammt erfolgreiche Autoren schlechter Romane. Nicht, dass Ihr mich falsch versteht: ‚Sakrileg‘ hat mir noch ganz gut gefallen. Der Protagonist Robert Langdon war vielleicht nicht die schillerndste Figur aller Zeiten, aber zum Plot passend. Die Micky-Mouse-Uhr kontrastierte das ansonsten recht biedere im Professor ganz gut, sein Beruf und seine Reputation machten den Rest der Geschichte glaubwürdig.

In der Einleitung schrieb ich, dass eine Geschichte vor Allem dann gut ist, wenn sie nicht nur glaubwürdig ist, sondern sogar wahrscheinlich – unter den gegebenen Umständen. Auch das trifft auf ‚Sakrileg‘ zu.

Der Fehler, der mich so unglaublich nervt, tritt also erst beim zweiten Buch in Erscheinung: Robert Langdon hat sich nämlich durch ‚Sakrileg‘ hindurch nicht verändert. Das ist verzeihlich, wenn es sich um einen alleinstehenden Roman handelt (wenn auch nicht gerade elegant). Bei einer Fortsetzung aber ist es selbst ein Sakrileg – wir alle ändern uns mit der Zeit. Dass Robert Langdon die Ausnahme ist, ist nicht sehr wahrscheinlich; damit wir die ganze Situation allenfalls glaubwürdig. Das Buch verkauft sich noch immer gut – ist aber vom ‚Meisterwerk‘ weit entfernt.

Sobald Teil 3 auftauchte, rutschte die Sache von ‚glaubwürdig‘ sogar noch weiter ab. Dass die Geschichte selbst (also die Handlung) in den drei Büchern noch immer interessant war ist daneben leider nebensächlich.

Dieser Fehler lässt sich übrigens am Besten anhand von Fernsehserien zeigen. Bis in die 1990er hinein war es nämlich weitgehend üblich, dass die Autoren einer Folge die Figuren der Serie so zu übergeben hatten, wie sie diese übernommen haben. Eine Entwicklung war deshalb nur innerhalb sehr enger Grenzen möglich. Vor allem nach den 2000ern hatte sich das aber geändert – plötzlich hatten Serien nicht nur Plots für einzelne Folgen, sondern vielmehr auch Serienstaffeln mit einer Rahmenhandlung.

Beispiel gefällig? Vergleicht doch einmal zB „Star Trek – The next generation“ (die erfolgreichste SciFi-Serie überhaupt) mit „Breaking Bad“ (das meiner Meinung nach der Serie in Sachen beliebtestes Format zum Sieg über den Film verholfen hat).

Platz 3 | Der Mensch ohne echte Probleme

Wenn Gegner so freundlich sind, einer nach dem anderen zu kommen (anstatt alle auf einmal), tut das der Heldenfigur nicht gut. Der dadurch entstehende Protagonist ohne Furcht und Tadel ist eine Kategorie für sich.

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Keine Rettung vor Mark Watney.

Problem? Lösung. Problem? Lösung. Problem? Lösung. Ich hasse es, wenn ein Roman nach diesem einfachen Schema geschrieben wird. Je Action-lastiger das Setting ist, in welchem sich die Story entfalten soll, desto schlimmer fällt dieser Konstruktionsfehler auf. Dabei ist er hart an der Grenze zwischen einer Plot- und einer Figuren-Schwäche.

Eine Figur wächst an ihren Aufgaben. Wenn diese nicht schlimmer und schlimmer werden, ist nicht nur die Spannung in Mitleidenschaft gezogen. Vielmehr wird dadurch auch der Figur die Möglichkeit genommen angemessen auf sie zu reagieren. Und letztlich führt dieser (Plot-) Konstruktionsfehler zu zweierlei: Einer langweiligeren Story und dem Konstruktionsfehler auf Platz 4 meiner Liste.

Ich weiß, ich weiß – jetzt werde ich mich gleich unbeliebt machen. Aber für mich ist das beste Beispiel für diese Problem-Lösung-Rotation ‚Der Marsianer‘. In diesem Buch läuft die gesamte Handlung nach dem Muster ab. Mark Watneys Probleme werden dabei nicht immer größer und verzahnen sich nicht wirklich ineinander. Sie werden einfach eines nach dem anderen gelöst. Wann immer er etwas entdeckt, dass ihn potenziell das Leben kosten könnte, reibt er sich die Nase wie weiland Wicky vor den starken Männern und schon fällt ihm ein, wie man auf einem toten Brocken im All überlebt.

Gut … in diesem Fall ist die Taktik aufgegangen. Nicht nur für Watney, sondern vor allem auch für Andy Weir, hat sich der Roman doch zur sprudelnden Geldquelle entwickelt. Ich bin gespannt, ob wir noch viel von ihm hören.

Platz 2 | Fehlende Motivation

Ein Haudrauf ist ein Haudrauf. Aber selbst die simpelsten, stereotypischsten Figuren sollten nicht völlig grundlos vorhanden sein.

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Furchtbar. Einfach nur furchtbar, fand ich. (Rezension)

Zombies laufen durch die Straßen, überall stehen ineinander verkeilte Autowracks. Irgendwie riecht es nach Tod, Verwesung und Angstschweiß. Der Wind heult, wirbelt alte Zeitungen durch die Gegend und den wenigen Überlebenden das Haar durcheinander. Drei-Wetter-Taft ist eben Geschichte.

Wo auch immer man durch den Tag zu kommen versucht, irgendwo brettert immer eine Motorradgang durch die Apokalypse. Ihr Ziel ist nicht nur das gepflegte Überleben – das könnte ja schließlich jeder. Nein, ihr Ziel ist vielmehr das Heranwachsen zu einer Gefahr für alle anderen. Immer. Immer. Immer.

Vielen Schriftstellern gelingt es nicht, spannende Szenen ausreichend zu begründen. In ihren Köpfen entstehen fürchterliche Szenen – vielleicht der eine oder andere Kampf, von dem alles abzuhängen scheint. Dabei kommt aber der Grund für diesen Kampf oft unter die Räder. Motorradgangs haben ja bekanntlich jede Menge Gründe, warum sie kämpfen sollten. Aber das Fallenstellen mitten im Weltuntergang, um zwischen den Millionen von Zombies die fünfzehn Menschen zu finden, die in ihren Rucksäcken Nahrung tragen, ist völlig absurd. Also sollten sie besser einen anderen Grund haben.

Die größte Schwäche vieler Autoren ist aber, diesen zu finden. Sie stellen drei Biker und ein  Gewehr in eine Ecke des Plots und denken, dass jedem klar ist warum die da rumgammeln. Ist es aber nicht.

Das ‚Tagebuch der Apokalypse‘ ist in dieser Hinsicht ein Lehrbeispiel: Der völlig unbeirrbare Supersoldatenprotagonist™ wird von solchen Gangs inmitten der vor Zombies starrenden Welt angegriffen – ohne je zuvor mit ihnen zu tun gehabt zu haben. Die Typen greifen einfach an, obwohl sie zuvor (den Schilderungen nach) scheinbar recht wenige Probleme damit gehabt zu haben scheinen, die Untoten in Schach zu halten.

Auch gibt es keinen Grund dafür einen gut befestigten Bunker (über den unser Held zuvor gestolpert ist) anzugreifen. Was erwarten sich die Typen davon? Ein kompaktes Schlaraffenland? Möglich. Aber der Autor dieses Machwerks sieht sich nicht dazu genötigt das zu zeigen. Er lässt die Motorräder auf- und die (Zombie-erfahrenen) Leser einfach so heulen.

Natürlich gilt das nicht nur für besagte Motorradgangs. Auch Väter, die ihre Tochter nicht im Bett eines Draufgängers wissen wollen, gegen den nächstbesten Drachen der Nachbarschaft kämpfende Ritter und oder allzu altruistische Ökoterroristen haben das gleiche Problem.

Honorable Mentions

Das Gegenteil von ‚Gut gemacht‘ ist ‚Gut gemeint‘, sagt man. Da ist etwas dran. Denn bei allen 4 bisherigen Punkten kann man auch das Gegenteil zur Geschmacklosigkeit kultivieren.

Also: Wie heißt es bei WatchMojo.com immer so schön? Bevor wir zum ersten Platz kommen – hier noch ein paar Erwähnungen ehrenhalber. Wer Fehler vermeiden möchte, übertreibt manchmal. Überkompensation erzeugt aber neue Probleme. Hier einige Beispiele, die zu meinen Plätzen 5 bis 4 passen.

  • Anti-Platz 5 | Das gewollte Anti-Klischee
    Also zum Beispiel die waffenstarrende Blondine mit Schnurrbart. Um zu zeigen, dass ihre Figuren keine Klischees sind, lehnen sich Autoren gerne aus dem Fenster. So müssen Krimi-Ermittler im Augenblick alle seelische Wracks sein – unterhalb von schwerem Alkoholismus spielt sich so gut wie nichts ab.
    Ja – ich sehe Dich an, saufender Ex-Cop mit den Scheidungspapieren in der Schublade!
    .
  • Anti-Platz 4 | Das Fähnlein im Wind
    Das Gegenteil von gelungener Charakterentwicklung ist eine Figur, die auf jede Situation anders reagiert. Protagonisten sollten so konstruiert sein, dass man sie wiedererkennen kann – bis zu dem Punkt, an dem sie ihre Meinung ändert. Und dann sollte man sie anhand dieser neuen Meinung identifizieren können. Außerdem fällt diese Art fehlkonstruierter Borderliner oft unter Anti-Platz 5. 😀
    In Thrillern müssen Bösewichte böse sein – und Helden gut. Das ist in Ordnung so. Wenn man anfängt an den falschen Schrauben zu drehen, fällt einem alles auf den Kopf. Es klingt vielleicht wie eine gute Idee den Bösen die Seiten wechseln zu lassen, zu zeigen, dass bisher alles ein Missverständnis war und <i>er</i> in Wahrheit derjenige ist, der auf der richtigen Seite steht. Ist es aber meistens nicht.
    Eine Ausnahme (wenn auch nicht die einzige) bildet dabei übrigens der Film „The Others“, wie ich finde. Ich will Euch nicht spoilern – aber in diesem Film ist alles ganz anders. Und das ist gut so.
    .
  • Anti-Platz 3 | Das Problemkind
    Ein ALS-kranker Protagonist mit Hautkrebs infiziert sich mit AIDS während seine Wohnung gepfändet wird, da er sich die Unterhaltszahlungen für seine Kinder nicht mehr leisten kann. Das ist ein wenig zu viel des Guten, aber auch diese Figuren gibt es häufiger, als man es ertragen kann.
    .
  • Anti-Platz 2 | Top-Motivierte Unglaubwürdigkeit
    Ich habe nichts dagegen, die Hintergründe eines Mörders auszuleuchten. Natürlich nicht. Wenn ich schreibe, dass eine starke Motivation unumgänglich ist um die Geschichte mit Glaubwürdigkeit anzureichern, dann meine ich auch, dass man erklären sollte warum ein Bösewicht ein Bösewicht ist.
    Von tiefen-psychologisch ausgeleuchteten Rückblenden in die Kindheit des Täters hin zu dem Punkt, an dem sein blondgelockter Zwillingsbruder von seiner Mutter die größere Brust gereicht bekam halte ich allerdings nichts. Und dieser Punkt kann schnell erreicht sein. Manche Menschen sind einfach Arschlöcher – wir kennen das aus dem täglichen Umgang mit unseren Mitmenschen. Und manchmal reicht es, zu zeigen, dass jemand Spaß an der Quälerei hat. Lust ist bereits eine starke Motivation.
    .

Platz 1 | Dämliche Dialoge (from outer space)

Wie gehen wir miteinander um? Was sagen wir? Sprechen wir eine einfache Sprache – oder schmücken wir unsere Texte besonders gerne mit Fachwörtern? Und was die Figuren anlangt – ist ihre Sprache passend gewählt?

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Darf das: Spock, der Vulkanier.

Arzt: „Sorry, Dein Dad ist gestorben. Tschüß.“

Tochter: „Du hast getan was Du konntest. Bis bald.“

Es gibt nicht viele Situationen, in denen dieser Satz vorkommen kann ohne zu zeigen, dass der Autor noch nie zuvor persönlich mit einem anderen Menschen gesprochen hat. Ever. Denn solche Sätze habe ich schon in Büchern gelesen, die ich hier aber nicht zeigen möchte weil ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann.

Die einzigen beiden Szenen, in denen ein solcher Satz übrigens stehen darf ohne ‚verdächtig‘ zu wirken, sind schnell aufgelistet:

  1. Der jugendliche Vulkanier erzählt seinem Freund vom Ableben dessen Vaters.
    .
  2. Monty Pythons „Sinn des Lebens“. In dem Film kommt eine solche Situation vor. Den müsst Ihr Euch ansehen! 😉

Fazit

Na? Habt Ihr vielleicht noch etwas dazu zu sagen? Was nervt Euch besonders an Roman-Figuren? Oder wollt Ihr mir in einem Punkt widersprechen? Ich behaupte, dass jeder erfahrene Leser das Problem in der einen oder anderen Form schon einmal gehabt hat.

Nennt mir doch das Klischee, dessentwegen Ihr das letzte Mal die Augen verdreht habt! Ich brenne darauf es zu hören! 😀

 

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7 Kommentare zu „Diese 5 Fehler machen Romanfiguren unglaubwürdig…“

  1. Ich zitiere dich mal: „Die besten Geschichten werden von ihren Figuren getragen. Selbst der spannendste Plot hilft nichts, wenn die Protagonisten so interessant wie zwölf Sorten Asche sind. …“ Kann ich so unterschreiben mit drei !!! dahinter. Richtig gut auf den Punkt gebracht! Für mich sind die Protas in einem Roman das A und O. Die Story kann noch so gut sein, werde ich mit den Charakteren nicht warm, breche ich das Buch ab. Ich mag Figuren mit Ecken und Kanten, witzige, aber keine flachen Dialoge, und was ich an den meisten Jugendbüchern hasse: es sehen immer alle UNHEIMLICH gut aus. Aus dem Leben gegriffen *hüstel* Die meisten Charaktere bleiben oberflächlich, entwickeln sich nicht weiter. Außerdem mag ich keine Ich-Erzählungen. Ich liebe auktoriale Erzählungen, denn die geben am meisten Spielraum was die Protas angeht. Leider wird die auktoriale Erzählweise in Jugendbüchern so gut wie gar nicht angewandt. Macht wahrscheinlich zu viel Arbeit…

    Gefällt 2 Personen

    1. Ich mag Erzählungen in der ersten Person auch nicht. Aber mir ist erst jetzt aufgefallen, dass Du absolut recht hast – Jugendbücher scheinen wirklich ununterbrochen so geschrieben zu werden. Ob das absichtlich so ist?

      Gefällt 1 Person

  2. Anti-Platz 3 ist mein Favorit deines Beitrags, zu schön! Mich stören zu nette Figuren. Kein Mensch ist immer nett und verständnisvoll! Nicht mal ich! Die immer nette Nachbarin interessiert mich nur, wenn unter ihrer Oberfläche etwas rumort! Der verständnisvolle Kollege interessiert mich nur, wenn er im Kopf Mordgedanken hegt. Und der immer könnende, gutaussehende Mann ohne jedes Wehwehchen oder einen Makel interessiert mich nicht mal, wenn er Massenmörder ist! Ich mag Charaktere haben, gern unsympathisch, böse oder wenigstens innerlich zerrissen. Oder ein bewegendes Thema, über das man sich streiten kann.
    Kennst du Das Handwerk des Teufels von Donald Ray Pollock? Oder Panik von Jason Starr? Da sind Charaktere!
    Ich bin ein wenig erstaunt, wie sehr ich mich ereifere 😉 Hast wohl meinen Nerv getroffen!
    Bis bald,
    Frauke

    Gefällt 1 Person

    1. Danke. 🙂

      Ich kenne Pollock – allerdings nicht das Handwerk des Teufels. Er hat zuvor Kurzgeschichten geschrieben, die im Deutschen nach dem Roman erschienen sind. Und die waren soooo furchtbar, dass ich den Roman nicht mehr gelesen habe.

      Nicht ‚furchtbar schlecht‘. Es war der am besten geschriebene Scheiß (sorry), den ich je gelesen habe. 😀

      Im Augenblick ärgert mich, witziger Weise, auch ein Anti-3 ungemein. Der Kerl ist einfach … perfekt. Und sowas gibt’s noch nicht einmal im Fantasy-Bereich. 😉

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  3. Danke danke danke! Alles auf den Punkt gebracht! 😆 Bin uebrigens gerade am Verzweifeln: Lese momentan „Passagier 23“ von Sebastian Fitzek und liege gerade mit der nervenden, allwissenden, kriminalistisch-hoechstbegabten Hauptfigur im Clinch. Ach ja, eine schlimme Vergangenheit hat sie auch noch durchlebt. Soviel zum Thema Klischee. Seufz… 😊

    Gefällt 1 Person

  4. Obwohl es sich um Ich-Erzählungen handelt kann ich folgende Bücher weiter empfehlen, es ist eine Trilogie, doch in sich sind die Kriminalfälle abgeschlossen: „Der Teufel von New York“, „Die Entführung der Delia Wright“ und „Das Feuer der Freiheit“ von Lyndsay Faye. Die Geschichten werden aus der Sicht des Timothy Wilde erzählt, es handelt sich um historische Krimis. Haben mir richtig gut gefallen, mit ausgefeilten, tiefsinnigen Charakteren die Ecken und Kanten haben und alles andere als perfekt sind.

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