Rezension: Silber – Das erste Buch der Träume

Vorwort

Cover: Silber - das erste Buch der Träume
Das gelungene Cover zum Auftakt der Silber-Reihe.

Ja, ‚Silber‘ ist ein Jugendbuch. Trotzdem hat es alles, was ein Roman braucht um spannend zu sein. Wer seine Jugend also noch nicht vergessen hat, der sollte vielleicht einen Blick auf die folgenden Zeilen werfen!

Ja ja – das Buch ist nicht das neueste. Ich weiß das. Wer aber – so wie ich – die Trilogie noch nicht begonnen hat, ist damit bestenfalls im Vorteil gegenüber jenen, die es bei Neuerscheinung verschlungen haben: Nur so ist es nämlich möglich, die anderen beiden Teile direkt anzuschließen.

Wie dem auch sei – mögen es die einen lesen um eine Buchempfehlung zu bekommen und die anderen um meine Rezension auf Kompatibilität zu überprüfen. Kompatibilität sagte ich. Nicht Rechtschreibfehler. 😛

Die Story

‚Frechheit siegt.‘, sagt man. Na … in diesem Sinne hätte sich die Protagonistin Liv Silber wohl keine Sorgen machen müssen, denn die junge Dame hat die Frechheit gerade so gepachtet. Sie ist so schlagfertig wie ich in meinen kühnsten Träumen nicht.

Träume sind überhaupt ein gutes Stichwort. Denn wo ich allenfalls davon träume wie schlagfertig ich wäre, schlagen Livs Träume auf sie ein. Und das Dumme daran ist, dass es sich dabei nicht einfach um typische Albträume handelt wie wir sie kennen – nein. Livs Träume sind Realität, wenn auch mehr wie eine Seitentasche davon.

Alles beginnt für sie in einer völlig neuen Umgebung. Dem Job der Mutter ist es geschuldet, dass Livs Familie (bestehend aus ihr, ihrer Mutter und ihrer Schwester) rund um die ganze Welt Orte hinterlassen musste, die das Potenzial zur wirklichen Heimat zu werden niemals vollends entfalten konnten. Nun, in London angekommen, gehen die beiden Silber-Schwestern auf eine neue Schule und lernen neue Leute kennen. Grund genug wild zu träumen, sollte man meinen. Besonders, wenn sich das Herz in der Brust zum ersten Mal anschickt höher zu schlagen und in die Hosen zu rutschen – je nachdem, welcher Mitschüler gerade an einem vorbei geht.

Erst lernt sie also auf diese Art neue Leute kennen, dann neue Freunde – und am Schluss vor allem letztere besser als ihr lieb ist. Denn – ohne große Umschweife erzählt: Liv lernt, wie man mit anderen Menschen verbunden träumt. So scheint es etwas zu geben, dass unser Unterbewusstsein mit den schlafenden Köpfen anderer Menschen verbindet – und dieses ‚Etwas‘ entpuppt sich als brandgefährliche Bedrohung. Eine Bedrohung so groß, dass ihre Einflusssphäre weit über die REM-Phase hinaus reicht.

Pubertät, anyone?

Ich mag den oft patzigen Erzählstil von Kerstin Gier, der mir das Bild eines gelegentlich ins Sarkastische / Phlegmatische stolpernden Teenagers Liv zeichnet. Mit ihr konnte ich mich in so fern gut identifizieren, als das mir ihr Zugang zu den Geschehnissen in ihrem unmittelbaren Umfeld recht vertraut war. Jugendbücher sind ja noch recht neu für mich – die Jugend selbst habe ich aber nicht vergessen; und so konnte ich mit ihren Problemen und Wünschen durchaus mithalten.

Das Buch, und wie es gemacht ist

Besonders gut gefällt mir bei diesem Buch übrigens, wie das Cover gestaltet ist. Denn nahezu alle gezeigten Elemente sind gut zuordenbar.

  • Die Tür, die von Ihr durchschritten werden muss um in die Welt der Träume zu gelangen.
  • Der Schlüssel, der notwendig ist um so manch verschlossenes Unterbewusstsein zu erreichen
  • Das offene Auge als Symbol für bewusstes Träumen
  • Die Eidechse, der eine Aufgabe zu kommt
  • ‚Dream a little dream‘ („Träum‘ ein kleines Träumchen“) als Leitspruch ist ausgesprochen passend.
Der Buch-Trailer ist wirklich sehenswert! (Klick führt zu YouTube!)
Der Buch-Trailer ist wirklich sehenswert! (Klick führt zu YouTube!)

In diesem Zusammenhang bietet es sich übrigens besonders an den Buch-Trailer anzusehen. Die durch das kleine Video führende Stimme, die Ihr hören könnt, ist übrigens jene der Erzählerin Liv Silber – gesprochen von Simona Pahl – in der (ebenfalls empfehlenswerten) Hörbuchfassung.

Klickt auf das kleine Bild nebenan um es Euch bei YouTube anzusehen! 🙂

Fazit

Jetzt bin ich gespannt auf den zweiten Band – was natürlich folgendes klar stellt: Für den ersten gibt’s eine klare Leseempfehlung. Auch, wenn die Geschwindigkeit, mit der sich der eigentliche Plot entfaltet, gelegentlich eher missen lässt.

Nachtrag

Einen Nachtrag möchte ich noch hinzufügen: Falls es tatsächlich jemanden gibt, der sich in meine Traumwelten eingeschlichen hat, möchte ich mich für die unzähligen Stunden, die derjenige dann mit mir gemeinsam in der Schule und dort an der Tafel verbracht hat, entschuldigen. Ich schlafe oft schlecht… 😉

Und wie sieht’s bei Euch aus? Denkt Ihr Euch vielleicht manchmal, dass es cool wäre, wenn Ihr jemanden in Eure Träume einladen könntet? Erzählt mir doch ‚mal warum! 😀


Silber – Das erste Buch der Träume | Kerstin Gier | 978-3841421050 |  (D) € 18.66 | (A) € 19.60


Rezensionen anderer, die Ihr unbedingt lesen solltet:

  • Umblättern
    Tolle Rezension, mit der ich vollinhaltlich übereinstimme. Vor Allem beim Thema ‚Langsame Entwicklung‘ scheinen wir einer Meinung zu sein.
  • Bookwives
    Völlig hin und weg ist vielleicht eine tolle Beschreibung für diese Rezension. Nicht zuletzt super zu lesen, weil der Grundton so euphorisch ist. 😀
  • Strawberrybooks
    Lea ist genauso eingenommen von ‚Silber‘ wie alle anderen auch und lässt sich einen kleinen Spoiler nicht nehmen.
  • Tintenhain
    Wir haben natürlich einen großen Vorteil der lieben Mona gegenüber – wir können die anderen beiden Bände in einem Rutsch durchlesen. Was mir außerdem extrem gut gefällt: Auch sie lobt die tolle Ausstattung des Buches. 🙂

Bildinformation: Das Hintergrundbild im Titelbild wurde hier heruntergeladen. Es befindet sich in der Public Domain.

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4 Kommentare zu „Rezension: Silber – Das erste Buch der Träume“

  1. Eine schöne Rezension von dir. Ich musste echt die ganze Zeit schmunzeln. 🙂
    Ich bin gespannt, wie deine Bewertung der beiden Nachfolgebände ausfällt…

    Vielen Dank fürs Verlinken meiner Rezension!

    Sonnige Grüße aus dem Urlaub,
    Sabrina

    Gefällt mir

    1. Freut mich, freut mich! Nichts hört man lieber. 😉

      Ich bin auch schon sehr auf die beiden Folgeteile gespannt. Der dritte soll ja ein wenig durchhängen, hab‘ ich natürlich schon gelesen.

      Das Erwähnen guter Rezensionen ist Ehrensache. 😀

      Gefällt 1 Person

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