ComicRezension: Silver Surfer – Ein Brett für Zwei

Vorwort: Ziemlich groß, das Ganze…

Silver Surfer und das Brett, das für ihn die Welt bedeutet...
Silver Surfer und das Brett, das für ihn die Welt bedeutet…

Das Marvel-Universum ist groß. Sehr groß. Wirklich … ausgesprochen groß. Und zwar so groß (hab‘ ich groß schon erwähnt?), dass es sogar Wesen gibt, die gerne mal einen Planeten als kleinen Snack zwischendurch verputzen. Ein solcher Diät-Gegner ist Galactus, der nicht selten den Beinahmen „Weltenverschlinger“ verdient. Der ist übrigens auch groß.

Wer regelmäßig Comics liest, der ist die Superlative ja schon gewohnt. Seit ihrer Erfindung – oder vielmehr: Seit ihrer Massentauglichkeit – überschlagen sich die Ereignisse. Gleichzeitig werden die Stories wesentlich komplexer. Vorbei ist die Zeit, in der es ausreichte Verbrecher zu jagen; jetzt müssen immer gleich ganze Planeten, Galaxien oder Dimensionen gerettet werden.

Der selbstverständlich tragische Held

Weil solche Aufgaben nur von Charakteren bewältigt werden können, deren Selbstvertrauen nicht schon beim Versuch zu Grunde geht sich im vielschichtigen Marvel-Universum noch durchzublicken, werden auch die Helden selbst häufig komplexer. So – oder so ähnlich – müssen die Schaffer des strandlosen silbernen Surfers, unter ihnen übrigens Stan Lee, gedacht haben, während sie die zu diesem Zeitpunkt extrem populären Beach-Boys im Radio gehört haben. Kurzerhand machten sie ihn nämlich zum „Herold“ des zuvor erwähnten Planetenfressers Galactus. Selbstverständlich nur, damit letzterer den Heimatplaneten des Surfers verschont (wie ebenfalls zuvor erwähnt geht es nicht mehr unter Weltenrettung).

Seine Aufgabe würde es fortan sein, das Menü seines Chefs zusammenzustellen und auf den Verzehr vorzubereiten.

Tja … und weil das nicht jedermanns Sache ist, kam es, wie es kommen musste: Bei nächstbester Gelegenheit sagte sich der Sklave von seinem Herrn los. Seither gilt er als … naja. Noch immer extrem gefährlich; denn ein ruinierter Ruf will über einen langen Zeitraum korrigiert werden.

Das Alles – und noch viel mehr! – gibt es auf diesen etwa 130 Seiten zu lesen. Und damit der (neue) Einstand des Surfers ein ausreichend kräftiger Rundumschlag werden kann, kommt es zu einer Cameo-Parade: Dr. Strange, Hulk, Guardians of the Galaxy – und viele Weitere begleiten den glatzköpfigen Sunnyboy zumindest zeitweise.

Oh – und seine neue Freundin Dawn! Beinahe hätte ich die vergessen. Denn wo der Surfer die (im Comic selbst vielleicht ein wenig zu häufig genannte) kosmische Kraft aufbringt, sorgt sie für anständiges Konterkarieren und notwendigen Witz. Wenn ich es mir recht überlege, ist sie vielleicht der eigentliche Star. Jedenfalls finde ich sie wesentlich sympathischer. 🙂

Fazit

Auf Grund seines Aufbaus eignet sich der Sammelband (enthalten sind die Comics #1 bis #5) ausgezeichnet für Einsteiger. Leider finde ich den Inhalt andererseits nicht so prickelnd, als dass ich davon überzeugt sein könnte, seine Leser würden den Band auch tatsächlich als ‚Einstieg‘ (also im Sinne von ‚die erste dergestalte Erfahrung von vielen noch folgenden‘) begreifen.

Erfahrene Leser sollten sich vielleicht auf andere Helden im Marvel-Universum konzentrieren.

Hat von Euch schon jemand den Silver-Surfer getroffen? Oder kennt Ihr andere Helden, mit denen Ihr nicht so recht warm werdet? Lasst es mich wissen! Ich freue mich über Eure Kommentare…

DerSinn


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    Eine deutlich ausführlichere, mit Hintergrundinformationen versehene Rezension findet Ihr dort.

Silver Surfer: Ein Brett für Zwei | 978-3957983411 | (D) € 16.99 | (A) € 17.50

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4 Kommentare zu “ComicRezension: Silver Surfer – Ein Brett für Zwei”

  1. Bin ja eher Marvel-Verfilmungen-Gucker und da erschien mir der Silver Surfer bisher nicht so spektakulär. Aber wer weiß, das ändert sich vielleicht noch irgendwann. Dann bekommt er auch seinen Film.

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