Rezension: Ms Marvel, Band 2

Vorwort

Ein glückliches Paar?
Ein glückliches Paar?

Ms Marvel ist witzig. Das nimmt ihr keiner. Das junge Mädchen aus New Jersey kämpft sich schlagfertig ihren Weg durch eine Teenager-gerechte Feindeswelt. Und das im doppelten Sinne – denn Ms Marvel ist nicht nur schnell mit einem Spruch sondern auch mit ihren Fertigkeiten bei der Hand.

Ich habe auch den zweiten Band gerne gelesen, wenn auch mit den gleichen Wermutstropfen wie beim letzten Mal…

Dem Erfinder an den Kragen

Dieses Mal sehen wir, wie ihr Kampf mit dem Inventor sie an den Rand des Kollaps bringt. Denn während sie, Stück um Stück, seine Geheimnisse aufdeckt, schickt er Kreatur um Kreatur um sie aufzuhalten. Schließlich, beinahe bezwungen, stellt Ms Marvel fest, dass auch für sie als Teenager Grenzen gelten. Vielleicht ist das ja der unrealistischte Teil der Geschichte… 🙂

Im Kampf gegen diesen Möchtegern-Dr.-Frankenstein steht sie aber nicht alleine da. Wolverine, geliebter Held zahlreicher Marvel-Abenteuer, stellt sich an ihre Seite … oder wird vielmehr von ihr auf die Seite gestellt. Denn so wirklich glücklich ist der krallenbewehrte Kanadier ja nicht; wie man bereits am Cover erkennen kann. Trotzdem raufen sich die beiden zusammen und gemeinsam mit dem Feind – bis ein paar Details über die geheimnisvolle Wolke ans Licht kommen, die Ms Marvel zu dem gemacht haben, was sie heute ist.

Das alles hört sich auch völlig zurecht gut an, sofern zwei Bedingungen erfüllt sind. Erstens muss man mit Teenager-Humor umgehen können. Und zweitens sollte man keinen Wert auf gut gezeichnete Comics legen. Denn besonders der letzte Punkt ist die Schwachstelle der ganzen Reihe. Wo Marvel dzt. an anderer Stelle durch Kreativität glänzt, führen hier müde, detaillose und uninspirierte Seiten durch eine Geschichte, die sich dadurch unter Wert verkauft.

Wo viel Schatten ist, klammert man sich eben an das Licht

Freilich, einige Einfälle sind wirklich gut. Wolverine, der in der Geschichte unserer Heldin zur Seite steht, trägt ein an seine besten Zeiten erinnerndes Kostüm, Lockjaw ist bestens in Szene gesetzt – und trotzdem kann man immer nur die Ansätze erkennen. Das ist schade – und führt zu Punkteabzug in allen Wertungen. Wäre es ein Roman mit schäbigem Cover – der Inhalt würde darüber hinwegtrösten. Aber ein Comic lebt ebenso von seinen Zeichnungen wie von seinen Stories.

Bleibt nur zu hoffen, dass die vielleicht kreativste „Neuschöpfung“ Marvels irgendwann eine Trendwende in Sachen Optik vollzieht.

Fazit

Ich bleibe dran. Die Serie hat Potenzial – soviel steht fest. Und ich kann aufgeschlossenen Superhelden-Comic-Freunden nur raten, ihr auch eine Chance zu geben. Lasst mich unbedingt wissen, ob Ihr der guten auch eine Chance geben werdet! Ich freu‘ mich über Feedback! 🙂

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