Rezension: Der Thron von Melengar (Riyria 1)

Ein seriöses Auftreten

Aye. Es ist soweit. Ein Fantasy-Buch.
Aye. Es ist soweit. Ein Fantasy-Buch.

Manche Menschen nehmen sich selbst viel zu Ernst. Das wird Hadrian und Royce, den beiden Dieben, wohl nicht so schnell passieren. Obwohl … ernste Situationen machen die beiden eigentlich genug durch. Denn wer Aufträge annimmt ohne sie zu prüfen, der darf sich auch nicht wundern, wenn er plötzlich im Verdacht steht den König ermordet zu haben.

Worüber man sich dann allerdings schon wieder wundern darf, ist der Auftrag den Nachfolger des Königs quasi „gleich in einem Aufwaschen“ zu entführen – im Auftrag der Schwester desselben und nur zu dessen Schutz. Ja, es ist ein wenig undurchsichtig, was den beiden da so widerfährt – zumindest, bis das Gespinst hinter all dem erkennbar wird: Ein Komplott der höchsten Kreise.

Die Story

Eigentlich beginnt alles ganz friedlich. Aber nicht etwa, weil es in der Fantasy-Welt von Michael J. Sullivan an Problemen mangelt. Nein. Sondern, weil die Straßenräuber, die Hayden und Royce aufgelauert hatten, gleich auf den ersten Seiten ihre Meister gefunden haben; und zwar in Form von Hayden und Royce. Die beiden Diebe arbeiten unter einem gemeinsamen Synonym und sind eigentlich nur zufällig in der Stadt, als man sie damit beauftragt mal eben ein Schwert zu klauen, das dummer Weise in der Burg des Königs lagert.

Damit nimmt das Unglück dann auch schon seinen Lauf; denn statt dem übergroßen Messer erwartet die beiden ein panisch kreischender Zwerg. Naja – der und ein recht lebloser König. Oh … und kurz darauf die Wache desselben. Aber so ist das nun einmal in diesem Gewerbe: Wer Lügen verkauft, der muss sie gelegentlich auch einstecken. Und kurz darauf kommt es eben manchmal vor, dass man in Handschellen auf seinen grausamen Foltertod wartet, während Prinzessinnen einem zur Flucht verhelfen. Da es außerdem in der Branche nichts geschenkt gibt, gelten ein paar Bedingungen: Man soll zum Beispiel deren geliebten Bruder gleich mitnehmen.

Zugegeben: Der Service lässt der Service ein wenig zu Wünschen übrig. Verpacken müssen die beiden ihn nämlich selbst. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt allerdings trotzdem, sodass sie kurz darauf türmen.

Und so stolpern Hadrian, Royce und der zukünftige / brandaktuelle / vielleicht-doch-nicht-weil-gerade-nicht-verfügbar-König durch Intrigen in Verschwörungen und leidlich konsequent in Richtung eines mystischen Gefängnisses, in dem ein Bösewicht auf seine Chance wartet sich höflich (oder war es ‚hastig‘?) von seinen Wertern zu verabschieden.

Das alles gibt’s mit unheimlich hohem Unterhaltungsfaktor; denn die beiden witzeln sich beinahe um des neuen Königs Kopf und Kragen. Bis einer weint. Und zwar – Achtung: Spoiler! – der Bösewicht.

Fazit

Ich lese nicht oft Fantasy – aber „Der Thron von Melengar“ war es wert, auch wenn der Plott das Rad nicht gerade neu erfindet. Oh … und wo wir gerade bei ’seriösem / -ellen Auftreten‘ sind: Ich freue mich schon auf den zweiten Teil. 🙂

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