Sphere (Rezension)

Sphere
Sphere

Dieses Jahr, habe ich mir vorgenommen, lese ich sehr viel Science Fiction. Es ist ein schwer unterschätztes Genre, wie ich meine. Vor Allem jener SciFi, der nicht aus den USA kommt und noch jede Menge neue Ideen zu bieten hat.

Was ich nicht gerne lese sind sinnfreie Romane, für die technische Innovationen nur dazu dienen die matte Story zu verdecken. Jedenfalls bevorzuge ich einige Bücher, die andere nicht einmal mit spitzen Fingern anfassen würden. Und auf diesem Wege habe ich auch „Sphere“ noch einmal entdeckt.

Ist das eigentlich noch SciFi?

Zugegeben: Sphere ist eigentlich kein Science Fiction. Und man könnte darüber philosophieren, ob Michael Crichton tatsächlich in diesem Genre vertreten ist. Aber was eindeutig stimmt ist, dass er dazu tendiert Geschichten zu konstruieren, in denen das Phantastische und das Technische eine Symbiose eingehen. In seinen Werken ist dieses Zusammenspiel so stark, dass der ohnehin ausgebleichte Kontrast zu einer unwichtigen Frage am Rand wird. So auch in „Sphere“.

Dunkel ist die See. Und kalt.

Die Storyline ist schnell erzählt. Am Grund des Meeres wird ein Raumschiff gefunden. Die US-Navy heuert ein Team von Experten an, die es untersuchen sollen. Schnell wird klar, dass es sich um ein Gefährt von der Erde handelt – allerdings liegt es seit mindestens 300 Jahren dort. Man vermutet, dass es also aus der Zukunft stammt.

In einem Habitat am Grund des Meeres untersucht das zusammengestellte Team diesen ungewöhnlichen, erschreckenden Fund und versucht aus ihm schlau zu werden – bis sich der Fund bei ihnen meldet. Von diesem Zeitpunkt an, wächst die Bedrohung rasant an; denn der Außerirdische scheint, nach all den Jahren der Isolation, nicht so zu reagieren, wie man es von ihm erwarten würde.

Wahnsinn ist eine Komposition. Ein Genie sein Dirigent.

Mit diesem Buch (das im Übrigen später mit Dustin Hoffman verfilmt wurde) hat Michael Crichton sein Genie einmal mehr unter Beweis gestellt. Auch wenn sein zuweilen etwas verstaubter Stil durchbricht, hält „Sphere“ einen in seinem Bann.

Fazit

Ich möchte dieses Buch jedem empfehlen, der eine Portion Grusel aushält und ein Abenteuer am Grund des Meers, in einem engen Habitat und umgeben von der bedrohlichen Kulisse der Untersee-Welt erleben möchte. „Sphere“ ist beinahe ein Klassiker für mich. Und lässt tief in die Funktion des menschlichen Unterbewusstseins blicken.

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