Der Weihnachtsmann

Des Christkinds Verteidiger

Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann (Quelle: Wikipedia)

Man stelle sich folgendes vor. Es ist Oktober. Draußen liegen jede Menge Blätter vor der Türe, die Temperaturen sinken gerade erst und die Vorbereitungen für Halloween (ich suche kindgerechte Gruselgeschichten) sind voll im Gange.

Da postet ein bekanntes Fast-Food-Unternehmen auf einer Social-Web-Plattform die (recht harmlose) Frage: „In 2 Monaten ist Weihnachten! Ist schon jemand in Stimmung?“. Und da passiert es. Schon wieder. Die Meldung zeigt das Firmenlogo mit einer daran aufgehängten Weihnachtsmütze. Es dauert nur wenige Minuten, bis jemand „Verkneift Euch den Weihnachtsmann! Bei uns in Österreich kommt immer noch das Christkind!!11elf“ postet. Da bekomm‘ ich einen Anfall.

Meine lieben Mitmenschen. Ich weiß, dass ich hier einen Spoiler generiere, aber ich hoffe, dass Ihr mir das nicht übel nehmt. Die Existenz des Weihnachtsmanns mag bezweifelt werden – aber bisher gibt’s auch noch kein beglaubigtes Photo, Interview oder einen sonstigen Nachweis der Existenz des Christkinds. Es. sind. Märchen. Verdammt noch ‚mal. Kann es uns nicht egal sein, welches erzählt wird?

Und wenn ich meinen Kindern vom heiligen Schneemann erzähle, der bösen Kindern in die Schuhe pinkelt – das geht nur mich, meine Frau, meine Kinder und den späteren Therapeuten der Kinder etwas an.

Ich pfeife auf Traditionen. Ich übernehme Ideen, die mir gefallen (siehe Halloween). So. Und jetzt habe ich fertig. :mrgreen:

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10 Kommentare zu “Des Christkinds Verteidiger”

  1. Kann ich nur bestätigen das man nicht weiss ob es den Weihnachtsmann nicht doch gibt. NAch einem Auftritt vom Weihnachtsmann im Kindergarten bin ich nur aus „Realismus“ gründen irgendwann dazu übergangen zu sagen, dass dieser ja nicht existieren kann. Aber…. wer weiss. Ich fand die Darbietung sehr überzeugend.

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  2. Oh, es gibt ihn nicht… Das ist ja sehr traurig 😉 Aber das stimmt schon, dass man gerade in dieser Frage: Christkind VS. Weihnachtsmann manchmal schon etwas überreagiert. Aber dagegen lässt sich wenig tun: das gehört bloß zur Identität, wie in den 1930-rn, „wir sind WIE die Deutschen, aber anders (damals wohl gemeint „besser“). Man muss sich irgendwie unterscheiden und das tut man, auch wenn es gar nicht erwachsen und reif wirkt 🙂

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    1. Ja, die Sache mit der Identität. Wer’s nötig hat. :mrgreen:

      Ich bin nur froh, dass die Zahl der Menschen, die sich immer und immer wieder darauf beruft wie die Dinge früher einmal waren, zurückgeht…

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      1. Geht mir genauso! 😀

        Ich hasse bestimmte Worte wie etwa „Erdapfel“, „Paradeiser“ & Co. Außerdem die Endung „-erl“, aber das ist ein echter Privat-Spleen. 😉

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  3. Allein die optische Darstellung des Weihnachtsmannes in Rot kommt eigentlich von einem großen Getränkehersteller, der dessen Farben vermarkten wollte. Dementsprechend ist es ja fast schon in eine Art Lächerlichkeit ausgeartet und hat viel mit Vermarktung und Geldmache zu tun. Dennoch finde ich, dass es eine schöne Tradition ist. In unserer Familie geht es dann weniger um Geschenke, eher um das Beisammensein.

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    1. Zumindest hat der bewusste Konzern das genehme Erscheinungsbild mit verbreitet.

      Ja, das Geld ist ein entscheidender Faktor geworden. Allerdings natürlich unabhängig davon, unter wessen Namen man kauft. 🙂

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