Kobayashi Maru

Kobayashi Maru
Kobayashi Maru

Nach „The good that men do“ kehrt man in Sachen „Star Trek: Enterprise“ quasi wieder zum Standard zurück.

Obwohl die Materie selbst ausgesprochen spannend ist (immerhin geht’s hier um die beginnenden Kriege der eben erst geformten ‚Koalition der Planeten‘ mit dem Romulanischen Imperium) scheint man mit ‚Kobayashi Maru‘ wieder zur Fernsehserien-Hausmannskost übergegangen zu sein.

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Take it easy

Die ‚Episode‘ beginnt relativ langsam und knüpft ziemlich exakt dort an, wo das Vorgängerbuch aufgehört hat. Trip Tucker sitzt immer noch im romulanischen Raum fest und versucht sich als spitzohriger Spion durch die Reihen durchtriebener Militärs zu kämpfen.

Anders an Bord der Enterprise, wo der Alltag quasi vollends zurückgekehrt ist und man Babysitter für irdische Raumfrachter spielt, weil einige Raumpiraten sich an deren Ladungen vergreifen. Doch bald stellt sich heraus, dass das alles gar nicht so ’systemlos‘ war wie noch zuvor gedacht – denn als die Klingonen mehr und mehr in den Fokus der Verdächtigungen geraten, wird der Rat der jungen Sternenkorporation mehr und mehr nervös.

Die von den Augment-Genen optisch ramponierten Krieger aus dem Beta-Quadranten wären nämlich ein ernst zu nehmender Opponent. Und als es auch noch scheint als ob die den meisten Mitgliedern der Koalition unbekannten Romulaner auf deren Seite stehen, müssen Capt. Archer und die Enterprise sich auf den Weg zur Lösung des Problems machen.

Hausmannskost für den Geek

Ich würde das Buch als ’solides Werk‘ bezeichnen. Nicht mehr – und nicht weniger. Stellenweise gab es den einen oder anderen Durchhänger – und zuweilen greift man sich durchaus auf’s Hirn. Etwa wenn ein dutzend Mal englische Dialekte thematisiert werden (wer sagt denn, dass jeder an Bord Englisch spricht – und wenn man schon so tut als wäre das die Weltsprache zu der Zeit, dann müsste man auch schön herausheben, dass sich eine Menge neuer Dialekte gebildet haben müssten…).

Für mich wirklich zu dick aufgetragen war übrigens ein Detail am Rande. Da selbst ‚Star Trek‘-Serien vor der Homosexuellen-Thematik zurückgescheut haben, versucht man das scheint’s in den Büchern zu kompensieren. In ST:Titan etwa gibt es einen schwulen Führungsoffizier, in den Büchern („The good that men do“) wird dem Leser gezeigt, dass Trips Bruder Albert ein (mit einem Mann verheirateter) Schwuler ist (samt adoptierten Kind) und so weiter.

Alles schön und gut.

Aber in diesem Buch führt man einen schwulen klingonischen General ein – und das geht ja wohl wirklich nicht. Wer will sich denn sowas vorstellen?! 😉

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