Ein Kurzbesuch, eine Oma und vielleicht eine Nutte…

Vor einer Woche habe ich den Laden besucht. Da ich derzeit in Karenz (Elternzeit) bin, kann ich es mir ja leisten mich ab und an bei der Arbeit blicken zu lassen. *höhö*

Jedenfalls hatte ich nicht vor lange zu bleiben, als ich den Laden betrat. Sohnemann der jüngere schien schlagartig seine gute Laune zu verlieren, als er von so viel Büchern umgeben seinen Großeltern quasi ‚in die Arme getrieben‘ wurde – und setzte das bösartigste Schweigen ein, dass einem kleinen Kind ein Croissant seiner Wahl einbringen kann. Omas sind erpressbar.

Und obwohl ich mich wirklich nur wenige Minuten dort aufhielt, kam ich auf meine Kosten, als eine verwirrte ältere Dame, wohl Mitte 60 mit grauem Haar und ausgefallener Pensionisten / Rentner – Einheitskleidung (ihr wisst schon…) hereinhüpfte um meinen Blog mit einer neuen Anekdote zu bereichern.

Streichhölzer-Rätsel

„Was sind denn das da für Streichhölzer-Rätsel in Ihrer Auslage?“

Der diensthabende Kollege eilte unmittelbar nach der Frage eben dort hin und kramte das Objekt der Begierde hervor. „Das sind Rätsel. Mit … Streichhölzern.“

And now … to something completely different!

Zugegeben – er hätte schon ein wenig eloquenter sein können. Aber die Sache ist die: Es ist ziemlich eindeutig. Und jeder kennt das ohnehin: Es liegen zwei Bilder vor – ein „Davor“  und ein „Danach“ – und eine Anzahl von erlaubten Veränderungen. Wie auch immer: Es handelte sich um eine Nebensache, denn wie sich (sehr schnell sogar) herausstellte, wollte die gute Dame etwas ganz anderes.

„Aha. Darf ich hier vielleicht einen Bekannten treffen?“, fragte sie. Der Tonfall wies auf eine gewisse Schüchternheit hin, doch ihr Gesicht schien zu sagen, dass sie ein Nein mit ihrer wohl stärksten Waffe vergelten würde: Ihrer weiteren Präsenz.

Also entschied sich mein Kollege dafür das zu sagen, was wohl jeder gesagt hätte: „Sicher. Warum nicht…“

„Sehr gut. Weil dann kann ich der Dame sagen, dass sie auch hierher kommen soll. Na … der wird schauen. Der weiß ja nicht, dass er heute eine Frau geschenkt bekommt. Zum Geburtstag. Mal was anderes…“, sprach sie, öffnete die Eingangstüre und ward nicht mehr gesehen.

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Ein Gedanke zu „Ein Kurzbesuch, eine Oma und vielleicht eine Nutte…“

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