Endzeit

Endzeit

Der Klimawandel ist bittere Realität und lässt sich nicht mehr wegdiskutieren. Ersteres scheint den meisten von uns schon klar zu sein – letzteres gilt zumindest für die Welt, die Liz Jensen in „Endzeit“ präsentiert: Hurricanes, Erdbeben und alle nur erdenklichen Naturkatastophen ereignen sich darin ebenso wie deren Prophezeihungen: Es geht zu Ende.

Es geht zu Ende…

Doch nicht nur die sich überschlagenden, klimatisch bedingten, Ereignisse verkünden diese düstere Zukunft: Der Teenager Bethany Krall ebenso. Der brutale Mord an ihrer Mutter bringt sie in eine britische Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher und bedingt so, dass sie der querschnittsgelähmten Psychologin (aus deren Perspektive dieser Roman geschrieben wurde) kennenlernt.

Diese erkennt nach und nach, dass an den (vermeintlich) wirren Aussagen Bethanys mehr dran ist als das der Rest der Welt wahrhaben möchte: Sie kann in die Zukunft sehen und präzise vorhersagen wann genau sich die nächste Repression gegen die Menschheit richtet. Und es scheint, als ob das Schiff der Menschheit auf die letzte große Katastrophe zusteuert. Ihrem eigenen Untergang.

Mir persönlich fehlte bei diesem Buch der „prickelnde Mystery-Effekt“. Manche der Dialoge wirken so konstruiert wie bei einem Seminar über erfolgreiches Telephon-Marketing. Dem Entgegen steht eine wirklich interessante Idee – und einige Passagen, an denen man durchaus Gefallen finden kann. Alles in Allem würde ich dieses Buch eher für Zwischendurch empfehlen. Auch ich hätte lieber vorher die Rezensionen anderer gelesen und hätte so schon im Vorhinein gewusst, dass ein nicht unerheblicher Teil der Erzählung mit dem Gefühls- und Liebesleben der Hauptdarstellerin befasst ist. In einem anderen Buch hätte ich gerne über den Umgang von Sexualität durch eine Querschnittsgelähmte erfahren – in einem Weltuntergangs-Thriller sollte diese Thematik jedenfalls nicht im Vordergrund stehen (auch nicht beinahe…)

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3 Kommentare zu „Endzeit“

  1. Das der Klimawandel stattfinden ist mittlerweile jedem klar. Was erschreckend ist, ist, dass es noch eine ganze Menge Leute gibt, die nicht einsehen, dass der Mensch der Verursacher dieses Klimawandels ist. Die Erde hat sich geneigt, wir steuern auf eine Eiszeit zu oder von ihr weg und überhaupt es ist die Sonne, die sich gedreht hat und nun werden wir von den wärmeren Sonnenflecken bestrahlt.

    Was Du da so von dem Buch erzählst, erinnert mich etwas an „12 monkeys“.

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