Die Brandungswelle

Die Brandungswelle

Eigentlich ist das Buch gar nicht mein Geschmack.

Die Story schleppt sich stellenweise dahin, die Charaktere handeln unlogisch und scheinen von ihren (unergründlichen) Gefühlen geleitet zu werden und insgesamt liest es sich wie ein typisch französischer „Kunstfilm“.

Ein Kunstfilm von der Sorte ‚Arthaus‘, wie ihn Spartensender zeigen, die man nie wirklich ganz versteht – aber sich doch unheimlich gut vorkommt, wenn man bei einer Diskussion über sie zumindest mitsprechen kann. Nein, ich bin kein Feind solcher Filme – ich mag sie auch. Sie verbreiten Flair, sind charmant und zwingen einen zumindest dazu sich zu überlegen was einem an der Inszenierung nicht gefallen hat.

Kurz: Sie haben ihren Reiz.

Ein Urlaub in Frankreich. Oder AUF ARTE.

Während die Protagonisten versuchen die Teile eines Puzzles zusammenzusetzen, welches aus der unmittelbaren Geschichte des französischen Dorfes am Meer entsteht, erlebt der Leser einen kleinen Strandurlaub mit allem, was dazugehört: Felsen, an denen sich die Wellen des Meeres brechen. Französische Bistros mit ihren speziellen Eigenheiten. Ja, an manchen Stellen meint man sogar die Gerüche wahrzunehmen, die dort vorherrschen – es ist wirklich einzigartig. Und das sage ich, obwohl ich bestimmt niemals Urlaub im echten Frankreich machen wollen würde…

Nicht, dass sich das Buch so viel damit aufhält Sonne und Sandstrände zu beschreiben – aber die Schilderungen sind so plastisch, dass man das Gefühl hat wirklich in jenem kleinen Kaff angekommen zu sein, dessen Bewohner mit ihren Fehlern aus der Vergangenheit konfrontiert werden.

Und diese Schilderungen sind es auch, die dieses Buch lesenswert machen.

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