Die Parade der Sympathieträger

Es gibt so Tage. Und andere. Aber hauptsächlich solche.

Zu den unlustigsten Aufgaben als Buchhändler gehört es, die (Buch-) Wünsche seiner Kunden zu erfüllen. Vor Allem, wenn es darum geht nicht nur den eigenen Geschmack zu übergehen sondern gleich die Ekelgrenze zu überschreiten. Schon an einem ’normalen‘ Tag (sofern es einen solchen im Buchhandel überhaupt gibt!) kommt es durchschnittlich zwei bis drei Mal vor, dass Kunden nach Büchern suchen, von denen man überzeugt ist, man hätte ihr Entstehen verhindert – besäße man doch nur einen Flux-Kompensator (und die Zeitmaschine drum herum).

Heute kamen ununterbrochen Menschen durch die Eingangstür, die solche Machwerke kaufen wollten. Einer meiner Alltime-Anti-Favourites durfte dabei natürlich nicht fehlen: „Reiseführer ins Jenseits“. Aber auch andere Werke derselben Autorin (Lotte Ingrisch) standen hoch im Kurs (etwa eine Anleitung darüber, wie man lustig dahinstirbt).

Aus der gleichen Ecke (esotherisch, aber etabliert) kam auch ein ähnlicher Angriff: „Mein Leben für eine Kirche, die den Menschen dient“. Und das war noch längst nicht alles; doch ich bemerke gerade, dass es mir schon schwer fällt überhaupt darüber zu schreiben. Deshalb höre ich jetzt auf. :mrgreen:

Vielleicht sollte ich mich dafür stark machen diese Tage abzuschaffen. Kennt das noch jemand?!

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