Rezension: Mary Poppins

Mary PoppinsWenn man, wie ich, zuerst das von Disney verfilmte Musical gesehen und erst anschließend das (Kinder-) Buch von P.L. Travers gelesen hat, kommt man wohl an einer Beobachtung nicht vorbei: Die Geschichte an und für sich ist strukturlos.

Die Rahmenbedingungen sind, in beiden Fassungen, zumindest ähnlich. Familie Banks (Neben den Eltern die Kinder Jane und Michael) sind im Buch gegenüber ihren Film-Pendants in der Mehrzahl: Die Zwillinge Barbara und John ergänzen den Haushalt im idyllischen Kirschbaumweg Nr. 17. Man sucht, in beiden Fällen, ein Kindermädchen. Und damit enden dann die Gemeinsamkeiten eigentlich auch schon.

Mary Poppins entführt die Kinder in eine Welt, die sich in den Seitentaschen der Realität abzuspielen scheint. Im örtlichen Park tauchen Löwen auf, die auf der Suche nach ihren Freunden sind, die hohen Persönlichkeiten der Stadt vergnügen sich beim schweben durch die Luft und das rüde Kindermädchen ist immer vorne mit dabei. Wenn aber Jane und Michael anschließend fragen, wie dies denn möglich gewesen wäre, reagiert die Gute empört und erklärt höchstens, dass sie niemals etwas erklärt (fast schon die Weisheit eines Sokrates!).

Anders als der Film ist das Buch, mehr oder minder, höhepunktslos. Zumindest steuert die Handlung auf nichts bestimmtes zu, sondern plätschert fröhlich Wirrnis stiftend dahin.

Trotzdem: Man sollte es einmal gelesen haben! 😉

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