Hinter Eis: Männer, die aus der Kälte kommen.

Was Bobby Anders in ‚Hinter Eis‘ zeichnet, ist ein Bild von einer furchtbaren Welt. Eine, in der Feminismus nur mehr ein Thema ist, um die Massen zu unterhalten; weil es keine Männer mehr gibt.

Zumindest nicht im öffentlichen Leben. Die ‚Subhumanen‘ Wesen werden aufwendigst eingefroren und nur dann aus dem künstlichen Tiefschlaf geholt, wenn ein von Amts wegen angeordneter Befruchtungsversuch stattfinden soll. Entrechtet, geknechtet und gedemütigt fristen sie ihr nicht-Dasein in kleinen Zellen und warten unbewusst auf eine Gelegenheit aufzuwachen. Für ein paar Stunden.

Leider wird nicht ganz klar, wie es denn zu solchen Zuständen kommen konnte. Klar ist, dass es sich dabei um eine überzeichnete Vision gewisser Frauenbewegungen handelt; eine Art Extrem-Weiterspinnen von Trends und Forderungen. Die Motivation von Bobby Anders wird mir jedenfalls ein Rätsel bleiben…

Die Protagonistin, die in dieser Welt nichts weniger tut als sich in eine ‚Eistüte‘, wie die Männer auch genannt werden, auch noch verliebt, bedient sich zur Schilderung ihrer Erlebnisse des üblichen ‚Femsprech‘; etwas, was Alice Schwarzer vermutlich vor Begeisterung den Sabber zusammenfließen lassen würde. Die Intention ist klar: Alles Männliche in der Sprache wurde ausgemerzt und durch diverse weibliche Formen ersetzt (Kaffee => Cafina, Mond => Luna, …).

Der Gedanke ist nett – aber leider wird allzuoft nicht konsequent danach gehandelt.

Wie auch immer – es ist eine Geschichte, bei der man nicht sagen kann ob es sich um Horror handelt, Gesellschaftskritik verkörpern soll, oder einfach nur ‚zum Spaß‘ geschrieben wurde. Ich jedenfalls kann’s nicht.

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